Botschafter

Düsseldorf, 15.09.2009

Nur eines von zehn Kindern mit sonderpädagogischen Unterstützungs- und Förderbedarf besucht in Deutschland das Regelschulsystem. Die bestehenden Strukturen grenzen sozial benachteiligte und behinderte Kinder massiv aus. Der Sozialverband Deutschland fordert Teilhabe für alle und damit auch Chancengleichheit und Bildungszugang für alle. Die Politik muss die bildungspolitischen Weichen so stellen, dass alle Kinder und Jugendlichen von Anfang an gemeinsam aufwachsen und lernen können. Weder soziale Herkunft noch Behinderung dürfen entscheidend für den Bildungsabschluss sein. Auch Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf sollten in der Regel im allgemeinen Schulsystem unterrichtet werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Schulen entsprechend personell ausgestattet werden, um individuelle Förderung und Unterstützung leisten zu können. Wichtig ist zudem, dass alle Bildungseinrichtungen barrierefrei gestaltet sind, damit sie für alle Kinder zugänglich sind. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, ist der Sozialverband Deutschland, Landesverband NRW, dem NRW-Bündnis „Eine Schule für alle“ beigetreten.

Marianne Saarholz

Marianne Saarholz

damals SoVD-Vizepräsidentin und Landesvorsitzende NRW