Coaches für inklusive Bildung

Wenn Schulen sich auf den Weg zur Inklusion machen, fällt für alle Beteiligten weit mehr Arbeit an als die neue Gestaltung des Unterrichts. Es müssen Anträge gestellt werden, z.B. auf Hilfsmittel oder Schulbegleitung. Jemand muss auf die inklusive Gestaltung des Schulfestes achten oder neue Möglichkeiten für Klassenfahrten recherchieren. Das Angebot an passenden Lernmaterialien muss im Blick gehalten und es müssen außerschulische Partner gesucht werden.

Um die Schulen bei all den Aufgaben zu entlasten, die nicht zur Kerntätigkeit der Lehrer*innen gehören, haben wir gemeinsam mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit in Köln das Modellprojekt "Coaches für inklusive Bildung" aufgelegt.

Die Mitarbeiter*innen im Projekt sind Akademiker*innen mit eigener Schwerbehinderung, die die Peer-Perspektive in ihre Arbeit mit einbringen. Nach einer zweimonatigen Qualifizierungsphase zu Beginn des Projekts im Mai 2015, beraten seit dem Schuljahr 2015/16 neun Coaches Kölner Schulen auf dem Weg zur Inklusion, zwei Miterbeiterinnen haben eine beratende Tätigkeit inne und eine Kollegin kümmert sich um die anfallenden Verwaltungsarbeiten.

Link zur Projektseite www.cib-mittendrin.de

Projektleitung: Eva-Maria Thoms und Christine von Kirschbaum

Projektpartner: Lehrstuhl für Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung des Departements für Heilpädagogik der Universität zu Köln sowie das Amt für Schulentwicklung der Stadt Köln

Projektförderung: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert das Projekt aus Mitteln des Ausgleichsfonds über einen Zeitraum von drei Jahren.