Nachrichten zu vorgeburtlichen Bluttests

Vorgeburtliche Bluttests auf Trisomien sollen bald von den Krankenkassen bezahlt werden. Wir halten das für falsch. Es kann nicht die Aufgabe der Solidargemeinschaft der Krankenversicherten sein, eine "Qualitätskontrolle" von Schwangerschaften zu fördern. Deshalb engagieren wir uns im Bündnis NoNIPT und fordern, dass der Bundestag das Thema gründlich diskutiert und entscheidet. Hier finden Sie gesammelt die Beiträge über die vorgeburtlichen Bluttests und die Debatte.

 

Der NIPT auf Trisomien als Kassenleistung: selbstbestimmte Entscheidung oder gesellschaftlich erwünschte Selektion?

Ab 1. Juli 2022 werden die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für den nicht invasiven Pränataltest (NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 übernehmen. Es ist ein Test ohne medizinischen Nutzen: Er kann nichts heilen, sondern nur feststellen, ob das werdende Kind wahrscheinlich eine Trisomie hat oder nicht. Das Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik veranstaltet in Kooperation mit dem Bündnis #NoNIPT – das der mittendrin e.V. mitinitiiert hat – seine Jahrestagung zu diesem Thema.

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"Hier findet die Debatte statt, die wir vom Bundestag erwartet hätten!"

Seit dem 5. Mai postet das Bündnis #NoNIPT im Zuge der Kampagne „Hört uns endlich zu – 100 Stimmen für #NoNIPT“ täglich Debattenbeiträge zur unmittelbar bevorstehenden Kassenfinanzierung des Bluttests auf Trisomien (NIPT). Die 50. Stimme zur Halbzeit der Kampagne ist die Kölner Schauspielerin Annette Frier: „Wer für Diversity und gegen Diskriminierung ist, kann die Kassenzulassung des Tests nicht gut finden.“

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