Wer hochbegabte kann, kann auch Inklusion!

Inklusion geht nicht an Gymnasien?

Die Stifter des Jakob-Muth-Preises haben in diesem Jahr den Gegenbeweis geführt und ausdrücklich Gymnasien um ihre Bewerbungen gebeten. Das Rennen machte das Sophie-Scholl-Gymnasium aus dem rheinischen Pulheim.

Wie fast alle Gymnasien in Deutschland hat auch die Pulheimer Schule erst durch die UN-Behindertenrechtskonvention den Weg zur inklusiven Schulentwicklung gefunden. Seit drei Jahren werden SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgenommen, bisher noch in kleiner Zahl und in nur drei Klassen. Aber der Wille, auch Kinder ohne gymnasialen Bildungsgang aufzunehmen, und die Stringenz, mit der das Kollegium die inklusive Schulentwicklung voran treibt, hat die Jury überzeugt. Die Schule sieht Inklusion inzwischen als logische Fortsetzung ihres Programms für hochbegabte SchülerInnen.

Pünktlich zur Preisverleihung haben SchülerInnen des Sophie-Scholl-Gymnasiums zwei Videos zum Thema Inklusion fertig gestellt, die sie in einem Workshop der mittendrin e.V.-Kampagne "Inklusion Schaffen Wir!" produziert haben.

Weitere Träger des Jakob-Muth-Preises sind die Grund- und Mittelschule Thalmässing und die Saaleschule in Halle. Ausgezeichnet für auch das Pestalozzi-Förderzentrum in Husum, das als "Schule ohne Schüler" zeigt, wie Inklusion auch im ländlichen Raum funktionieren kann.

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