Botschafter

Köln, 07.01.2010

Das Recht auf Bildung ist ein allgemeines Recht, dass jeder Mensch von Geburt an hat. Ziel jeder schulischen Ausbildung soll es sein, Kinder auf ein Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Die Gesellschaft besteht aus unterschiedlichen Menschen mit den verschiedensten Fähigkeiten und Einschränkungen. Um optimal auf ein Leben in dieser Gesellschaft vorbereitet zu werden, ist es also erforderlich, dass die Schule die ganze Bandbreite der Gesellschaft widerspiegelt.
Für Kinder mit einer Körperbehinderung (wie z.B. der Glasknochenkrankheit) ist der Besuch einer Regelschule die einzige Möglichkeit, um neben einer guten intellektuellen Ausbildung eine adäquate Vorbereitung auf das Leben in der Gesellschaft zu erhalten. Nur durch den Besuch einer Regelschule können Kinder mit einer Behinderung bereits frühzeitig lernen, wie andere Kinder und Erwachsene mit und ohne Behinderung mit ihnen umgehen und die Kinder können im schulischen Umfeld lernen darauf zu reagieren. Von dem Besuch einer Regelschule profitieren aber nicht nur Kinder mit einer Behinderung, sondern alle Kinder einer Klasse, da sie nicht nur soziale Kompetenzen entwickeln, sondern auch einen ungezwungenen Umgang mit Menschen mit einem Handicap erlernen können.

Dr. Oliver Semler

Dr. Oliver Semler

Kinderarzt, Spezialambulanz für Skeletterkrankungen Uniklinik Köln und selbst von der Glasknochenerkrankung betroffen