Botschafter

Köln, 09.11.2007

Es ist normal verschieden zu sein! Wenn wir diesem Satz zustimmen, dann muss sich diese Verschiedenheit auch im Alltag wiederfinden. Und Kinder erfahren sich doch am leichtesten dann als normal, wenn sie gemeinsam aufwachsen, gemeinsam spielen und lernen - unabhängig von einer Behinderung oder anderen Merkmalen. Dass alle Kinder gleichermaßen von der gemeinsamen Erziehung profitieren, ist inzwischen für die Institution des Kindergartens unbestritten. Warum sollte diese Gemeinsamkeit nicht in der Schule selbstverständlich weitergeführt werden? Auch hier gibt es doch bereits jahrzehntelange Erfahrungen aus dem In- und Ausland. „Gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichstellung" - diese Ziele formulierte der Rat der Europäischen Union im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003. Ihre Realisierung in allen Lebensbereichen, auch in der Schule, bleibt eine vordringliche Aufgabe.

Marita Reinecke

Marita Reinecke

damals Behindertenbeauftragte der Stadt Köln