Schrumpfen die Förderschulen?

21. Januar 2015

Nordrhein-Westfalen erlebt das erste Schuljahr, in dem Kinder und Jugendliche mit Behinderung - mehr oder weniger - das Recht auf Inklusion in die Regelschulen haben. Was sagen die Zahlen der Schulstatistik über die Wirkung des Gesetzes? Eindeutig: Immer mehr Schüler mit Förderbedarf lernen an Regelschulen, inzwischen rund 34 Prozent. Doch wer wirklich wissen will, wie es um den Aufbau der Inklusion in NRW steht, muss genauer hinsehen.

Die CDU-Fraktion hat im Dezember eine Anfrage zu Schülerzahlen und zur Verteilung der Sonderpädagogen gestellt. Heute wird die Antwort des Schulministeriums im Schulausschuss des Landtags diskutiert.

Wer sich hier durchwühlt - zum Teil durch die Schülerzahl-Entwicklung einzelner Förderschulen - wird finden: Ja, der Zug der Schüler aus den Förderschulen an die Regelschulen hat begonnen, vor allem der Kinder und Jugendlichen mit Förderbedarf Lernen. Anders sieht die Entwicklung vor allem bei den Förderschwerpunkten Körperliche und Motorische Entwicklung, geistige Entwicklung, Hören aus. Hier steigen die Schülerzahlen der Förderschulen weiter an! NRW muss nachsteuern, damit die Inklusion nicht zur Mogelpackung wird.

Länderkarte