Am 2. März demonstrieren Eltern zum 15. Mal vor dem Kölner Schulausschuss – für die Schülerbeförderung im Gemeinsamen Lernen und für die Verbesserung inklusiver Bildung in Köln. Auch Schulen werden zur Demo kommen, weil die Rahmenbedingungen im Gemeinsamen Lernen immer schlechter werden.
Aus Sicht der Eltern ist der Handlungsdruck hoch: Im aktuellen Bericht zur inklusiven Entwicklung an Kölner Schulen zeigt sich in den Zahlen, was Familien seit Langem beklagen – im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung werden wieder mehr Schüler*innen an Förderschulen angemeldet. Als Ursache benennen Eltern die in den vergangenen Jahren deutlich schlechter gewordenen Rahmenbedingungen für inklusive Beschulung.
Vierzehn Mal haben Eltern deshalb schon vor dem Kölner Schulausschuss demonstriert. Seit zwei Jahren warten sie nach eigener Aussage vergeblich auf tragfähige Lösungsvorschläge aus Politik und Verwaltung.
Vor diesem Hintergrund laden Eltern am 5. März Politik und Stadtgesellschaft zur öffentlichen Veranstaltung „Köln kann inklusive Bildung! – Neuer Stadtrat: Was jetzt zu tun ist“ ein.
Einen praxisnahen Impuls liefert Meike Wittenberg, Referentin für Inklusion aus Bremen. Sie berichtet, wie es Bremen gelungen ist, den Anteil der Schüler*innen an Förderschulen auf 0,8 % zu senken. Zum Vergleich: In Köln liegt die Exklusionsquote derzeit bei 3,9 %.
Zentrale Leitfragen der anschließenden Diskussion sind:
- Wie steht es aktuell um die inklusive Bildung in Köln?
- Welche politischen Entscheidungen sind jetzt nötig?
- Wie kommen wir von Absichtserklärungen ins Handeln?
Die Veranstaltung knüpft an den ersten Teil der Reihe „Köln kann inklusive Bildung“ an. Dort hatten Lehrerinnen gezeigt, dass Inklusion an manchen Kölner Schulen bereits erfolgreich gelingt und die gesamte Schulgemeinschaft stärkt. Nun soll der nächste Schritt folgen: verbindliche politische Entscheidungen und konkrete Umsetzung.
Diskutiert wird mit Kölner Schulpolitiker*innen und Vertreter*innen aus Schule. Die schulpolitischen Sprecher*innen der vier größten Parteien im Stadtrat haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.
Vor der Kommunalwahl haben sich alle Parteien in ihren Antworten auf die Wahlprüfsteine des mittendrin e.V. klar zur Verbesserung inklusiver Schule bekannt.
Die Handlungsempfehlungen des Kölner Expert*innenbeirats liegen seit Juni 2023 vor.
Eltern und Unterstützer*innen fordern nun ihre konsequente Umsetzung.
Veranstaltung:
- Titel: Köln kann inklusive Bildung! – Teil 2: Neuer Stadtrat – Was jetzt zu tun ist
- Datum: 5. März, 19:00 Uhr
- Ort: Bürgerhaus Stollwerck, Köln
- Eintritt: frei
- Mehr Infos: Köln kann inklusive Bildung
Demonstration vorm Schulausschuss:
- Datum: 2. März, 14 bis 15 Uhr
- Ort: Theo-Burauen-Platz
- Mehr Infos: Weg mit den Inklusionshindernissen