Veranstaltung: Köln kann inklusive Bildung! - Teil 2

Neuer Stadtrat – Was jetzt zu tun ist.

Inklusive Bildung in Köln ist rückläufig – was muss jetzt konkret passieren, damit das inklusive Angebot wieder attraktiver wird? Das wollen wir am 5. März im zweiten Teil der Veranstaltungsreihe „Köln kann inklusive Bildung!“ erörtern. 

Dafür haben wir Expertise aus Bremen eingeholt. Meike Wittenberg, Referentin für Inklusion von Bremen, wird berichten, wie es dort gelungen ist, den Anteil der Schüler*innen an Förderschulen auf  0,8 % zu senken. In Köln beträgt die Exklusionsquote aktuell 3,9 %. 

Im Anschluss werden wir mit Politik und Verwaltung diskutieren, was jetzt konkret passieren muss, damit inklusive Schule wieder attraktiver wird. Dazu haben wir die Schulpolitiker*innen der vier größten Fraktionen des Kölner Stadtrats und den Schuldezernenten Robert Voigtsberger eingeladen. 

Kommt zahlreich und bringt viele Leute mit!

  • 5. März 2026, 19 Uhr
  • Bürgerhaus Stollwerck, Köln
  • Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich
     

Einladung (PDF)

Schickt die Einladung an alle, die das Thema interessieren könnte.

Worum geht’s?

Der aktuelle Bericht zur Inklusionsentwicklung an Kölner Schulen bestätigt unsere Beobachtungen der letzten Jahre: Die Entwicklung geht rückwärts. Im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung werden wieder mehr Schüler*innen an Förderschulen angemeldet.
Bericht zur Inklusionsentwicklung 

Weg mit den Inklusionshindernissen

Seit April 2023 haben wir 14 Mal vorm Schulausschuss demonstriert, weil das inklusive Schulangebot in Köln immer unattraktiver wird. Viele Familien können sich inklusive Bildung nicht leisten, weil die Rahmenbedingungen deutlich schlechter sind als an Förderschulen. Dazu kommt: Obwohl das Gemeinsame Lernen laut Schulgesetz Vorrang hat, gibt es für viele Schüler*innen immer noch kein gutes inklusives Angebot in Wohnortnähe. Nun plant Köln den Bau von zwei neuen Förderschulen, statt inklusive Bildung wieder attraktiver zu machen.
Weg mit den Inklusionshindernissen

Köln kann inklusive Bildung

Nach Rechtsgültigkeit der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 hat sich Köln sehr engagiert auf den Weg gemacht, inklusive Bildung umzusetzen. Mit Erfolg. In wenigen Jahren stieg der Inklusionsanteil auf 55 %. Leider hat das Engagement für inklusive Bildung seit einigen Jahren stark nachgelassen und die Entwicklung stagniert. Im Förderbedarf Geistige Entwicklung ist sie sogar rückläufig. 

Im Juni 2024 haben wir im ersten Teil der Veranstaltungsreihe „Köln kann inklusive Bildung!“ gezeigt, dass Inklusion an Kölner Schulen an vielen Stellen gut funktioniert. Lehrerinnen aus drei Kölner Gesamtschulen haben eindrücklich berichtet, welchen Gewinn Inklusion für die gesamte Schulgemeinschaft bedeutet. Im Anschluss haben wir Kölner Schulpolitiker*innen gefragt, was sie konkret für die Weiterentwicklung inklusiver Bildung tun wollen. Alle waren sich einig: das inklusive Schulangebot in Köln muss verbessert werden.
Köln kann Inklusive Bildung! Teil 1

Im September 2025 haben die Kölner*innen einen neuen Stadtrat und einen neuen Oberbürgermeister gewählt. In den Antworten auf unsere Wahlprüfsteine haben sich vor der Wahl alle Parteien für die Verbesserung inklusiver Bildung ausgesprochen.. 
Zu den Wahlprüfsteinen

Neuer Stadtrat – Was jetzt zu tun ist.

Am 5. März 2026 gehen wir den nächsten Schritt: Wir haben die schulpolitischen Sprecher*innen der vier größten Ratsfraktionen und den Schuldezernenten eingeladen. In einer Gesprächsrunde auf der Bühne wollen wir mit ihnen und Menschen aus Schule erörtern, wie inklusive Bildung verbessert werden kann, damit alle Kölner Schüler*innen ihr Recht auf inklusive Bildung verwirklichen können. Handlungsempfehlung zur Entlastung der Förderschulen Geistige Entwicklung hat der Kölner Expert*innenbeirat Inklusion bereits im Juni 2024 vorgestellt. 
Zu den Handlungsempfehlungen

Die schulpolitischen Sprecher*innen der vier größten Parteien im Stadtrat haben ihre Teilnahme am 5. März bereits zugesagt. Auch Vertreter*innen aus Schule sind dabei. Das verspricht einen spannenden, konstruktiven und ergebnisorientierten Abend – mit der Chance auf konkrete Perspektiven für die Zukunft inklusiver Bildung in Köln.

Seid dabei! Und leitet diese Einladung an alle weiter, die das Thema interessieren könnte – denn: Inklusion schaffen wir nur gemeinsam.

Programm

1. Vorbild Bremen: Exklusionsquote unter 1 % – wie geht das? 
Ein besonderer Impuls kommt aus Bremen: Meike Wittenberg, Referentin für Inklusion der Stadt Bremen, berichtet, wie es dort gelungen ist, den Anteil der Schüler*innen an Förderschulen auf 0,8 % zu senken.

Bremen gilt deutschlandweit als Vorbild in Sache inklusiver Schulentwicklung. 2009 hat Bremen als erstes Bundesland die inklusive Schule im Bremischen Schulgesetz explizit als Entwicklungsauftrag für alle Schulen aufgenommen. Mit dem "Bremer Memorandum für schulische Inklusion" wurde 2014 der Inklusionsanspruch weiter gestärkt und Maßnahmen zur Transformation in den Alltag umgesetzt. Das Ergebnis der konsequenten Politik für inklusive Bildung: Nur 0,8% aller Schüler*innen besuchen in Bremen eine Förderschule. Während in Köln die Exklusionsquote aktuell 3,9 % beträgt. Wir sind sehr gespannt auf den Bericht von Frau Wittenberg. 

2. Köln: Inklusionsentwicklung & Handlungsempfehlungen
Einblick in den aktuellen Bericht zur Inklusionsentwicklung an Kölner Schulen der Stadt Köln und Vorstellung der Handlungsempfehlungen zur Entlastung der Kölner Förderschulen Geistige Entwicklung, die der Kölner Expert*innenbeirat Inklusive Bildung im Juni 2024 veröffentlicht hat.

3. Gesprächsrunde mit der Politik
Diskussion mit den schulpolitischen Sprecher*innen der vier größten Ratsfraktionen (Grüne, SPD, CDU, Linke), Verwaltung, Eltern und Vertreterinnen aus der Schulpraxis. Moderation: Helmut Frangenberg

Veranstaltungsinfos:

  • 5. März 2026 | 19 Uhr
  • Bürgerhaus Stollwerck, Köln
  • Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich

Anfahrt: Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. 
Es stehen außerdem einige Parkplätze hinter dem Haus zur Verfügung. 
Anfahrt

Informationen zur Barrierefreiheit
Das Bürgerhaus Stollwerck ist für Rollstuhlfahrer*innen barrierefrei zugänglich. Es gibt eine barrierefreie Toilette.
Im Saal gibt es eine Induktionsschleife für Hörgeräteträger*innen.
Die Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht

👉  Wir laden ALLE herzlich ein!
Kommt zahlreich und bringt viele Leute mit – damit deutlich wird, wie wichtig gute inklusive Schulen für Köln sind. Teilt die Einladung gerne per Mail und Social Media.

Inklusion in Köln

Weg mit den Inklusionshindernissen!

Von April 2023 bis Juni 2025 haben wir 14 Mal vor dem Kölner Schulausschuss für die Verbesserung inklusiver Bildung und die Schülerbeförderung zu inklusiven Schulen demonstriert. Wir freuen uns über Unterstützung! Werdet Teil unserer Aktionsgruppe. 

Mehr Infos

Kommunalwahl in Köln: Können wir auch Inklusion wählen?

Am 14. September 2025 wählen wir in Köln eine neue Oberbürgermeister*in und einen neuen Stadtrat. Wir wollen wissen, welche Parteien und Oberbürgermeisterkandidat*innen sich für inklusive Bildung in Köln einsetzen werden und haben fünf Fragen als Wahlprüfsteine an die Parteien geschickt.

Mehr Infos

Veranstaltung „Köln kann inklusive Bildung!“

Am 5. Juni 2025 haben wir ganz Köln und die schulpolitischen Sprecher der Parteien in das COMEDIA Theater eingeladen. Wir wollten zeigen, welchen Erfahrungsschatz es in Köln mit inklusiver Bildung gibt. Drei Lehrer*innen von Kölner Gesamtschulen haben von Ihren Erfahrungen mit inklusiver Schule berichtet. Alle waren sich einige: Gemeinsames Lernen von Schüler*innen mit und ohne Förderbedarf ist ein Gewinn für alle!

Mehr Infos

Artikel 24 UN-Behindertenrechtskonvention:

Die Vertragsstaaten gewährleisten „ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen.“

Jedes Kind hat das Recht auf inklusive Bildung, am Ort wo es wohnt, gemeinsam mit den anderen Kindern.